Leuchtturmwärter

ab 2017 – Neuer Leuchtturmwärter gesucht

Liebe Interessenten für den Leuchtturmwärter-Dienst in Wremen,

Zurzeit rollt eine Welle von Mails und Fragen auf uns zu, da es zu unserer Freude viele Leuchtturm-Fans gibt, die sich mit dem Kleinen Preußen identifizieren können. Daher wollen wir hier ein paar Details zusammenstellen.

Stellenausschreibung: Leuchtturmwärter im Wremer Leuchtturm „Kleiner Preuße“

Das solltest du wollen:

  • Ehrenamtlich 2 bis 4 Stunden pro Woche tätig sein
  • Kontakt mit Gästen und Besuchern
  • Interesse an Seefahrt und Krabbenfang
  • Gegebenheiten vor Ort erklären
    (Leuchttürme der Außenweser, Ebbe und Flut, Nordsee, Wind und Sturm )
  • Wetterkundig sein bzw. werden
  • Vorn an der Küste mit Wind und Wetter umgehen

Das solltest du können:

  • Zuverlässig im Team sein
  • An sechs Tagen der Woche (Di bis So) für Besucherverkehr bereit sein
  • Bei standesamtlichen Trauungen diskret und mit Feeling für die Situation agieren
  • Vertrauensvoll mit den Standesbeamten zusammen arbeiten
  • Für Sicherheit im und am Leuchtturm sorge

Es handelt sich grundsätzlich um eine ehrenamtliche Aktivität, die im Team organisiert wird.
Falls Sie unter diesen Umständen Bedingungen interessiert sind, wenden Sie sich bitte an den Vereinsvorstand des Wremer Heimatkreises von 1985 e.V.:

Henning Siats
Wremer Str. 118
27639 Wurster Nordseeküste
henning.siats@t-online.de

2008 bis 2016

Hartmut Pinkall ist nach kurzer und schwerer Krankheit am 19. Dezember 2016 im 63. Lebensjahr verstorben.

Es ist wohl nicht ganz unbekannt: Die besten Leuchtturmwärter der Welt findet man auf dem „Kleinen Preußen“ im Nordseebad Wremen. Schon im historischen Turm, der von 1906 bis 1930 an der Wesermündung den Schiffen ihren Weg wies, war es der sagenhafte „Lütje Willy“, der dort seinen Dienst tat und schon damals in seiner „Klasse“ von keinem anderen Wärter auf unserem Globus erreicht wurde. Nicht weniger eindrucksvoll sorgte dann ab 2005 Uwe Frischkorn an der Einfahrt des Wremer Kutterhafens für Sicherheit und Ordnung und war für die Fragen wissbegieriger Touristen zuständig. Seit jüngster Zeit nun versieht Hartmut Pinkall, ein versierter Fahrensmann, im „Kleinen Preußen“ seinen Dienst und steht den Landratten gern Rede und Antwort.

Leuchtturmwärter Hartmut Pinkall

Leuchtturmwärter Hartmut Pinkall

Hartmut ist für diese Augabe geradezu prädestiniert, kennt er doch als gestandener Seemann alle Seezeichen, Weltmeere, Kavenzmänner und die Nordsee persönlich, wie seine eigene Westentasche. Wer also nicht nur den „Kleinen Preußen“ sondern auch noch den besten Leuchtturmwärter der Welt besuchen will, der kommt am Nordseebad Wremen nicht vorbei. Herzlich Willkommen!

2005 bis 2008

Von 2005 bis 2008 war mit Uwe Frischkorn ein alter Seebär Leuchtturmwärter.

Uwe Frischkorn

Uwe Frischkorn

Bis 1930

Während man heute aufgrund der satellitengestützten Steuerung auf zahlreiche Leuchtfeuer verzichten kann, waren die Türme in früheren Zeiten sogar mit Personal besetzt. Der Leuchtturmwärter, der bis zum Abriss im Jahre 1930 für den ordnungsgemäßen Betrieb des „Kleinen Preußen“ verantwortlich war und durch sein freundliches Wesen viele Freunde für den Turm und den aufstrebenden Ferienort gewann, hieß Willi Roes.

Der lüttje Willi auf seinem Turm

Der lüttje Willi auf seinem Turm

Willi Roes (1877-1951) wurde von der Dorfbevölkerung, freundlich der „lüttje Willi“ genannt, weil er das Maß, das die Hüter der Ordnung in ihren Richtlinien als „untersetzt“ bezeichneten, mit ca. 1,50 m Körpergröße, noch erheblich unterschritt. „Wir beide haben Ähnlichkeit miteinander“, pflegte Willi Roes seinen Besuchern zu erläutern, denn auch der Turm war mit rund 10 Metern Höhe unter seinesgleichen relativ klein.
Der „lüttje Willi“ war Leuchtturmwärter mit Leib und Seele. Häufig lud er die Jungs und Mädchen aus dem Dorf oder auch Sommergäste auf die Turmgalerie, erklärte die Funktion des Quermarkenfeuers und zeigte seinen Besuchern, die anderen Leuchtfeuer in der Wesermündung. Natürlich wurde dabei auch tüchtig Seemannsgarn gesponnen, das in den Phantasien der Zuhörer zu abenteuerlichen Geschichten wurde und das Fernweh nährte.