Der 10. Jahrestag sollte es sein


Getraut am 4. Mai 2013 | Kategorie(n): Trauungen 2013

Seit 10 Jahren, nämlich seit dem 04. Mai 2003, sind Stephani Silkenbäumer und Michael Przygodda aus Dülmen, Nordrhein Westfalen, zusammen und ein Liebespaar. Vor zwei Jahren im Januar 2011 kam ihr gemeinsamer Sohn Timo zur Welt. Und so war es auch an der Zeit, dass Michael am diesjährigen Valentinstag seine Silke fragte, ob sie ihn heiraten möchte. Na klar nahm sie den Heiratsantrag an – und somit haben wir uns verlobt, erzählten beide. Auch der Trautag war schnell gefunden. Natürlich im Wonnemonat Mai und was lag da näher, als den 10. Jahrestag des Zusammenseins auszuwählen. Aber dieser 4. Mai war für Michael als „Schalke 04“ – Mitglied auch von großer Wichtigkeit, denn an diesem Tag im Jahre 1904 gründeten Straßenfußballer „seinen“ mittlerweile rühmlichen Verein in Gelsenkirchen. Also ein weiterer Grund an diesem Tag Großes geschehen zu lassen. Hier soll nicht unerwähnt bleiben, dass Sohn Timo natürlich auch seit seiner Geburt Mitglied der „Blau-Weißen“ ist. Da ein Freund bereits vor zwei Jahren auf dem „Kleinen Preußen“ heiratete und von diesem Trauungsort schwärmte, sollte es für die beiden ebenfalls dieser Leuchtturm in Wremen an der Nordseeküste sein.

Tags zuvor wurde Quartier im Deichhof bei Familie Dircksen bezogen und bei bestem Sonnenwetter machten sich die drei am frühen Sonnabendmorgen auf den Weg zum Kutterhafen, wo Standes-beamter Hans Hey im schwarz-weißen Turm wartete. Doch der Weg am Hafen war versperrt? Wüsste man nicht, dass die Krabbenfischer das trockene und schöne Wetter auf der Kaje zum Netze flicken nutzen, hätte man annehmen müssen, dem jungen Brautpaar sollte der Weg ins Glück mit groben Maschen und Fallstricken versperrt werden. Aber nein, die Fischer wünschten den beiden alles Gute und so stapfte man über und um das Fanggeschirr Richtung Turm. Und dann war es soweit. Pünktlich um 08:30 Uhr, in idyllischer Ruhe und allein mit dem Standesbeamten auf der 1. Ebene des Turms wurde die amtliche Trauung in vollzogen. Der „Akt“ wurde mit den Unterschriften besiegelt und man trat mit dem gemeinsamen Familienamen Silkenbäumer vor die Turmluke. Der jungvermählte Ehemann ließ den Sektkorken in den blauen Maihimmel schießen und man stieß auf eine glückliche Zukunft an, aber auch auf den gestrigen Sieg der Schalker gegen Gladbach, denn der bedeutete nun die endgültige Teilnahme an der Champions League. Der Wremer Heimatkreis gratulierte der kleinen Familie und wünschte alle Gute und Liebe und sie möge weiterhin sehr oft nach Wremen kommen, um den kleinen Glückbringer zu besuchen.