Im weißen Cabrio zur Trauzeremonie


Getraut am 17. Mai 2013 | Kategorie(n): Trauungen 2013

Es war ein kühler und nebliger Vormittag, als am Freitag,17.Mai 2013, bereits in den frühen Morgenstunden eine kleine Abordnung am „Kleinen Preußen“ erschien. Sie trug eine festlich dekorierte Girlande mit sich, die bald darauf das Innere des Leuchtturms vom Eingang bis hinauf in die kleine Turmküche schmückte. Damit war klar, dass hier heute noch eine standesamtliche Trauung vollzogen werden soll, für den „Kleinen Preußen“ inzwischen schon ein gewohntes Ereignis. So rollte dann gegen 10:00 Uhr ein offenes, weißes Cabriolet auf der Nordpier aus. Ihm entstieg das Brautpaar, Alke und Oliver aus Nordholz, die damit an diesem Morgen sicherlich schon einen kleinen Härtetest überstanden hatten. Im Turm wurden sie dann bei angenehmen Temperaturen vom Standesbeamten, Herrn Hey, empfangen und von ihm in die mittlere Turmebene zum kleinen Trauraum geleitet. Die zahlreichen Begleitpersonen standen dicht gedrängt auf der engen Wendeltreppe, um möglichst nah am Ort des Geschehens zu sein. Wie üblich, musste der Standesbeamte nun erst einmal die formellen Details „abarbeiten“, wie er es nannte, um dann die besorgte Frage an das Brautpaar zu richten: „Haben sie auch die Ringe dabei?“ Es hatte, und somit stand der offiziellen Trauung nichts mehr im Wege.

In seiner Ansprache betonte Herr Hey, dass das Gesetz keine harmonische Ehe vorgeben kann, sondern es in der Hand des Brautpaares liegt, ihre gemeinsamen Ehejahre zu beiderseitiger Zufriedenheit zu gestalten. Ein Schlüssel dazu könnte die richtige Deutung und Anwendung des Begriffes „Zeit“ sein. Zeit für einander, Zeit für sich, Zeit für andere und Zeit zur Muße und Besinnung. Die Ausführungen schienen das Brautpaar überzeugt zu haben, denn das entscheidende „Ja“, auf das alle mit Spannung gewartet haben, war bis in die unterste Etage des Leuchtturms deutlich zu hören. Mit Genugtuung stellte der Standesbeamte zum Abschluss fest, dass nunmehr die achtzehnte Trauung im Leuchtturm in 2013 vollzogen sei. Die Frage, warum der „Kleine Preuße“ als Trauungsort gewählt wurde, beantwortet sich eigentlich von alleine. Einerseits hat die Braut ihre Kindheit und Jugendzeit in Wremen verbracht, bevor sie dann aus beruflichen Gründen nach Nordholz zog. Und andererseits sind beide Elternteile engagierte Mitglieder im Wremer Heimatkreis, wobei der Vater als 1. Vorsitzender ja gewissermaßen auch Schirmherr des „Kleinen Preußen“ ist. Nach der Trauung folgte noch ein kleiner Umtrunk am Leuchtturm, bevor der Tag dann seine Fortsetzung bei einem gemeinsamen Essen im „Hotel Deichgraf“ fand. Der Wremer Heimatkreis gratuliert dem frisch getrauten Paar und wünscht eine glückliche Zukunft.