Hochzeit nach 22 schönen Jahren


Veröffentlicht/Getraut am 20. Juli 2016 | Kategorie(n): Trauungen 2016

Nach wochenlangem Schietwetter, wie wir an der Küste sagen, war der Sommer zurückgekommen und am Tag der Hochzeit von Bianca Gödecke und Daniel Schönherr strahlte der Himmel in seiner ganzen Pracht, genau wie es an so einem besonderen Tag sein sollte. Bei der Planung ihres Urlaubs an der Wurster Nordseeküste hatten sie auch nach einem geeigneten Ort für ihre Hochzeit gesucht und waren im Internet auf den Leuchtturm „Kleiner Preuße“ in Wremen gestoßen. Die Größe des Turms sagte ihnen zu und so konnte der Hochzeitstermin mit dem Standesamt festgelegt werden. Eine Woche Urlaub hatte das Brautpaar schon hinter sich, als sie am 20.07.2016, pünktlich um 11:00 Uhr, mit ihrer fast neunjährigen Tochter Laura zum „Kleinen Preußen“ kamen, um hier den Bund für’s Leben zu schließen.

Im kleinen Trauzimmer des Leuchtturms nahm die Standesbeamtin Frau Bastian die Trauung vor.

Wenn man den Leuchtturm als Symbol nimmt,
so ist er Wegweiser für den Weg durch das gemeinsame Leben
und soll vor Gefahren warnen,

so die Standesbeamtin. Die Frischvermählten und ihre Tochter Laura werden in Zukunft alle den Namen Schönherr als Familienname tragen. Bianca und Daniel kennen sich seit ihrer Schulzeit und sind seit 22 Jahren ein Paar. In der langen Zeit des Zusammenlebens, zuerst zu zweit, dann zu dritt, haben sie den Alltag kennengelernt, so dass sie für den weiteren gemeinsamen Lebensweg gut gerüstet sind.

Ihren Urlaub, der noch ein paar Tage dauern wird, verbringen sie zum ersten Mal an der Wurster Nordseeküste. Außer den Eltern von Braut und Bräutigam weiß niemand von der Hochzeit. Erst nach ihrer Rückkehr nach Pattensen (in der Nähe von Hannover) werden die anderen Verwandten und Freunde unterrichtet. Gefeiert werden soll aber erst im Herbst, dann wenn beide ihren 40. Geburtstag hinter sich haben. Alle drei Ereignisse sind ein ganz besonderer Grund für ein rauschendes Fest.

Der Heimatkreis und das Leuchtturmteam wünschen Bianca, Daniel und Laura Schönherr für die Zukunft alles Gute.

Trauung bei Schmuddelwetter


Veröffentlicht/Getraut am 16. Juli 2016 | Kategorie(n): Trauungen 2016

Samstag, 16.Juli 2016, und wieder einmal Hochbetrieb am Leuchtturm Kleiner Preuße am Wremer Tief. Die erste Trauung an diesem Vormittag ist bereits Geschichte, und die zahlreichen Hochzeitsgäste befinden sich auf dem Rückzug, als bereits das neue Brautpaar eiligen Schrittes unbeirrt auf den Kleinen Preußen zustrebt, da ihre Trauung um 11:45 festgelegt ist. Es sind Anke Dibbern und Sven Barkhorn aus Schiffdorf, einem kleinen Ort ca. 35 km vom Kleinen Preußen entfernt. Die Braut hatte für ihren so bedeutsamen Tag eine sehr mutige Kleiderwahl getroffen. In einem wunderschönen luftigen Sommerkleid und mit modischen Sandalen an den Füßen erschien sie glücklich strahlend an der Seite ihres zukünftigen Ehemannes. Mutig deshalb, weil das Wetter alles andere als sommerlich war. Zu einer kühlen Tagestemperatur gesellte sich noch ein mittelstarker Wind von See her.

Aber jetzt ging es ja erst einmal in das kleine Trauzimmer, der Leuchtturmküche. Dort umgab alle Anwesenden die totale Windstille bei angenehmen Innentemperaturen. Somit konnte die Trauung bei besten äußeren Bedingungen ihren Anfang nehmen, und der Standesbeamte Herr Hey kommentierte nach vollzogener Eheschließung: „Das war aber eine lustige Trauung!“ Seinen Anfang nahm das heutige Ereignis vor einigen Jahren. Die Brautleute, die zu der Zeit noch in Bremerhaven wohnten, unternahmen eine Radtour, die sie zum Wremer Tief führte. Dort angekommen, erholte man sich im Siebhaus bei einem Glas Latte Macchiato. Und was nicht zu vermeiden war, dabei geriet u.a. auch der kleine Leuchtturm in ihr Blickfeld. Seit dieser Begegnung hatte das heutige Brautpaar Wremen, das Siebhaus und den Kleine Preußen in ihr Herz geschlossen. Sie konnten sich dem Zauber des Leuchtturms nicht mehr entziehen, und so kam dann bei einem erneuten Besuch vom Bräutigam die klare Aussage: „Wenn wir denn einmal heiraten, dann nur hier auf dem Kleinen Preußen!“

Dieses Versprechen wurde nun eingelöst. Mit einem Regen von Konfetti und Seifenblasen
begrüßten die zahlreichen Anwesenden das frisch vermählte Ehepaar beim Verlassen des Turmes. Luftballons brachten die frohe Kunde mit den besten Wünschen für eine gemeinsame Zukunft in die Luft. Da der Wind von Nord-West blies, ist davon auszugehen, dass sie vermutlich in Schiffdorf eingefangen werden. Nach einem kleinen Sektumtrunk an der Pier, wobei einige doch lieber zum wärmenden Kaffee griffen, wird der Hochzeitstag dann seine Fortsetzung am Abend in der „Sandbank“ in Bremerhaven finden. Man bleibt also in Sichtweite der Weser. Ihre Flitterwochen werden die Eheleute in einer Ferienwohnung in Holland verbringen. Aber nicht allein, sondern die ganze Familie, dazu gehören noch fünf schon erwachsene Kinder, werden diese Tage mit gestalten.16

Wege nach Wremen


Veröffentlicht/Getraut am 1. Juli 2016 | Kategorie(n): Trauungen 2016

Der Sohn eines befreundeten Ehepaares lebt mit seiner Partnerin seit einiger Zeit hier in Wremen. Und so bekam das Paar den Tipp: in Wremen kann man nicht nur gut Urlaub machen, sondern auch auf einem Leuchtturm heiraten. Das Brautpaar prüfte die Sachlage erst im Internet. Offenbar gefiel der Auftritt des Kleinen Preußen im Netz und die beiden Paare aus Cottbus machten sich zusammen auf den Weg nach Wremen. Am 1. Juli – dem Hochzeitstag – herrschte richtig heftiges Nordseewetter, der Wind zerrte am Turm. Das passte, denn auch das Paar hatte schon einige Härten des Lebens hinter sich gebracht.

Vor fast vier Jahren kam der Bräutigam öfter in ein Geschäft, um immer wieder Kleinigkeiten einzukaufen. Der zweiten Chefin fiel der Kunde gleich auf. Sie ahnte schon, was hinter seinem auffällig häufigen Erscheinen steckte. Es ließ ihn trotzdem noch ein Jahr einkaufen, bis es zu persönlicheren Kontakten kam als den geschäftlichen im Laden. Schließlich spielte der begeisterte Stones-Fan seiner Angebeteten seine Lieblingsmusik vor und schon war der Bann gebrochen. Erst musste noch eine Scheidung bewältigt werden, dann wurde ein gemeinsames Zuhause geschaffen. Eine ernsthafte Erkrankung des Bräutigams standen die beiden dann ganz selbstverständlich gemeinsam durch, die Beziehung festigte sich noch und jetzt wird folgerichtig der Bund fürs Leben geschlossen. „Nun kann ja nicht mehr viel passieren,“ so die Braut. Das sah auch der Wettergott ein, und nach dem Jawort von Braut und Bräutigam wurde es draußen deutlich heller, die Sonne lugte ein wenig hervor und zwei Menschen strahlten sich an!

Segeltörn als Hochzeitsreise


Veröffentlicht/Getraut am 24. Juni 2016 | Kategorie(n): Trauungen 2016

Die Nordsee hatte sich zurückgezogen und das Watt lag in seiner ganzen Schönheit vor dem Leuchtturm „Kleiner Preuße“ in Wremen, zu dem Martina Harmsen und Wolfgang Müggenburg aus Schwarme am Freitag, dem 24. Juni 2016, kamen, um im Kreise der Familie den Bund für’s Leben zu schließen. Die Eltern, die Kinder mit den dazugehörigen Partnern und ein Enkelkind waren mitgekommen, um der Zeremonie beizuwohnen. Die Galerie des Turmes war mit der Hochzeitsfahne geschmückt und die Standesbeamtin war bereit die Trauung zu vollziehen.

Das Ja-Wort haben Braut und Bräutigam deutlich gesprochen und der anschließende Kuss wurde von den Anwesenden mit Beifall bedacht. Nach dem Besuch der Galerie mit Blick über das Deichvorland und auf die Nordsee wurden die Frischvermählten mit roten Rosen, Seifenblasen und vielen guten Wünschen für die gemeinsame Zukunft empfangen.

Martina Harmsen und Wolfgang Müggenburg haben sich vor 12 Jahren auf der Schönburg am Rhein kennengelernt. Als Kinder lebten sie beide im selben Ortsteil in Bremen, sind sich aber nie begegnet. Da beide passionierte Segler sind, haben sie den Leuchtturm „Kleiner Preuße“ als Ort für ihre Trauung gewählt. Ein Seezeichen, das Orientierung gibt und symbolisch für das gemeinsame Leben stehen soll.  Nach der Trauung gingen das Brautpaar und die Hochzeitsgesellschaft zum Festmahl in ein Restaurant und abends wieder zurück gen Heimat, denn am nächsten Tag soll es auf Hochzeitsreise gehen. Und natürlich geht es auf eine Segeltour in der Ostsee.

Der Heimatkreis und das Leuchtturmteam wünschen dem Brautpaar alles Gute für die gemeinsame Zukunft, immer eine Hand breit Wasser unter’m Kiel, Wind von achtern und ein bisschen Seegang, damit es nicht langweilig wird.

Oh je, so klein ist das…


Veröffentlicht/Getraut am 20. Juni 2016 | Kategorie(n): Trauungen 2016

Es war am 20. Juni 2016, kurz nach 11:00 Uhr, als ein Pärchen am Wremer Tief erschien und forschen Schrittes Richtung Leuchtturm Kleiner Preuße ging. Sie hielt einen Blumenstrauß in der Hand und er einen abgedeckten Einkaufskorb. Man konnte erahnen, dass es sich hier wohl um ein Brautpaar handeln musste, welches im Leuchtturm voller Erwartung ihrer standesamtlichen Trauung entgegen sah. So war es, denn dort begrüßte die Standesbeamtin Bianca Marjenhoff Jutta Witt und Michael Mandel aus Wittenberge in Brandenburg und führte sie in das Trauzimmer des Turms. Dort entfuhr der Braut die überraschende Bemerkung: „Oh je, so klein ist das!“

Aber nach dem alten Motto „klein aber fein“ verlief die anschließende Trauung in entspannter Atmosphäre und endete mit den beiden so bedeutungsvollen Ja-Worten. In den bayerischen Bergen auf einer Bergalm machte der Bräutigam seinerzeit seiner jetzigen Frau einen Heiratsantrag. Ob er sich dabei auch noch einen Jodler abgerungen hat, um Jutta Witt besonders zu imponieren, ist nicht überliefert. Es hat jedenfalls geklappt und heute nun fand ihre Trauung an der Nordsee statt. Eine interessante Konstellation. Die Braut ist gestandene Altmärkerin und in Salzwedel geboren, während der Bräutigam aus Leipzig stammt. Aus beruflichen Gründen arbeitet Jutta Mandel, so heißt sie nun, in einem kleinen Städtchen in Niedersachsen, ihr Mann dagegen in Wittenberge. So führen sie seit einigen Jahren eine sogenannte Wochenendbeziehung, die der Liebe aber nicht geschadet hat.

Durch viele gemeinsame Urlaube in fast allen Urlaubsregionen Norddeutschlands zog es beide aber immer wieder an die Nordsee, und hier vor allem nach Wremen.

Als beide nun vor kurzem wieder einmal vor Ort waren, stellte die Braut die bedeutungsvolle Frage an Michael Mandel: „Na, was meinste denn?“ Natürlich war ihm sofort klar, was gemeint war, und umgehend wurde der Termin für die heutige Trauung im Kleinen Preußen festgelegt.
Am 09. Juli wird dann in Wittenberge die große Hochzeitsfeier stattfinden, auf der die Familie und alle Freunde und Bekannte über die bereits vollzogene Trauung eingeweiht werden.